In vielen Büros ist der Kaffee seit Jahren derselbe: Filterkaffee aus der Großpackung oder ein Vollautomat, der selten gereinigt wird. Doch die Erwartungen der Beschäftigten haben sich verändert. Wer zu Hause eine Siebträgermaschine hat oder täglich im Coffee-Shop bestellt, nimmt schlechten Bürokaffee als Signal wahr. Immer mehr Unternehmen investieren deshalb in bessere Bohnen und bessere Maschinen.

Kaffee als Treffpunkt

Die Kaffeeküche ist einer der wichtigsten informellen Treffpunkte im Unternehmen. Hier entstehen Gespräche zwischen Abteilungen, hier werden Neue integriert. Gerade seit viele Beschäftigte teilweise im Homeoffice arbeiten, setzen Unternehmen auf Orte, die das Büro attraktiv machen. Guter Kaffee ist dafür ein vergleichsweise günstiges Mittel.

Was Röstereien anbieten

Specialty-Röstereien haben das Firmengeschäft entdeckt. Sie liefern frisch gerösteten Kaffee in regelmäßigen Abständen, passend zur vorhandenen Maschine, und beraten bei der Auswahl neuer Geräte. Die Münchner Rösterei Roca Junior etwa bietet Kaffee für Unternehmen vom Start-up bis zum Konzernbüro an.

Schulung für das Team

Eine gute Maschine nützt wenig, wenn niemand weiß, wie man sie bedient und reinigt. Manche Unternehmen buchen deshalb Schulungen für ihre Mitarbeitenden, entweder für die Verantwortlichen der Kaffeeküche oder als Teamevent. Angebote wie eine Barista-Schulung für Teams verbinden Wissensvermittlung mit gemeinsamer Zeit außerhalb des Tagesgeschäfts.

Die Kosten einordnen

Specialty Coffee ist pro Kilogramm teurer als Industriekaffee. Pro Tasse fällt der Unterschied aber gering aus, meist im Bereich weniger Cent. Gemessen an anderen Benefits wie Jobtickets oder Essenszuschüssen ist besserer Kaffee eine überschaubare Investition mit täglicher Wirkung.

Nachhaltigkeit als Argument

Für Unternehmen mit Nachhaltigkeitszielen ist auch die Herkunft relevant. Röstereien, die direkt bei Farmern einkaufen und die Lieferkette offenlegen, liefern Argumente für Berichte und Kommunikation. Kleinere Röstereien in der Nähe verkürzen zudem die Lieferwege.

Bürokaffee ist kein Nebenthema mehr. Für Unternehmen, die um Fachkräfte werben und ihre Büros beleben wollen, ist die Tasse am Morgen ein kleines, aber sichtbares Zeichen der Wertschätzung.